Feijoas

Die Feijoa, lat. “Acca sellowiana” nennt sich zu deutsch “Ananas-Guave” oder “brasilianische Guave”. Sie ist ein immergrüner, kälteresistenter Strauch, der botanisch zu den Myrthengewächsen zählt.

Die Feijoa stammt ursprünglich aus Südamerika, wo sie etwas höher und kühleren gelegen, in den Bergen wächst. Abgesehen von Südamerika, ist sie Ananasguave aber auch in Neuseeland zu einer Art Nationalfrucht herangewachsen, weil sie in Neuseeland gut wächst und sie die neuseeländischen Konsumenten geschmacklich offenbar überzeugen konnte. Wer schonmal eine frische, reife Feijoa gegessen hat, kann es sich ja vorstellen.

Die Feijoa wächst eher langsam und beginnt erst ab einer gewissen Grösse und Alter zu blühen. Sie braucht um Früchte anzusetzen eine zweite Pflanze, da die meisten Sorten nicht selbtfruchtbar sind.

Die Früchte haben eine relativ lange Reifezeit und werden in unserem Klima meist erst im November reif. Sie duften dann sehr stark und schmecken einzigartig exotisch. Die Früchte schmecken süss-säuerlich, erfrischend und wie der deutsche Name erahnen lässt, erinnert sie geschmacklich an Ananas kombiniert mit Beeren, aber der Versuch den Geschmack zu beschreiben ist zum scheitern verurteilt, denn er ist wirklich einmalig!

Die Feijoa kann man sehr gut im Topf halten. Dabei verträgt sie ca. -8 Grad Celsius. Ausgepflanzt halten Feijoas ca. -12 Grad Celsius aus, weshalb sie immer mehr auch für das Klima nördlich der Alpen interessant werden und an einem passenden, sonnigen und idealerweise windgeschützten Standort auch ausgepflanzt werden können.

In Neuseeland wie auch in Südamerika züchtet man an neuen Feijoassorten, um Pflanzen mit grösseren Früchte zu gewinnen, um die Reifezeit zu verkürzen oder um selbstfruchtbare Sorten zu gewinnen.

Damit man auch in Liechtenstein eines Tages seine eigenen Feijoas ernten kann, benötigt man die frühesten neuseeländischen Sorten. Da es diese selektierten Sorten zur Zeit in Europa wegen Importbeschränkungen (noch) nicht gibt, müssen wir uns mit den Samen aus den Früchten dieser frühreifenden neuseeländischen Sorten begnügen.

Ich habe 2023 begonnen die ersten Feijoasamen auszusäen und möchte allen, die wagemutig sind, neuseeländische Feijoasämlinge ab Herbst 2024 zum Verkauf anbieten.